Teil der Globensammlung der »Herzogin Anna-Amalia Bibliothek«

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  • 14. Juli, 2026 — Die Junge Europäische Sommerschule 2026

    • Teilnehmende der Jungen Europäischen Sommerschule 2026 im Herdergarten

    Es ist wieder soweit: Die Junge Europäische Sommerschule hat begonnen! 15 Jugendliche sind aus verschiedenen Ländern angereist, um zwei Wochen im Wielandgut in Oßmannstedt zu verbringen, historische Texte in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu lesen und die vielfältige Kulturlandschaft in und um Weimar zu erleben.

    Mit dabei sind: Ana (17) aus Rumänien, Enikó (16) aus Ungarn, Alice (17) aus Italien, Zsuzsanna (16) aus Ungarn, Virág (16) aus Ungarn, Zsófia (16) aus Ungarn, Polina (17) aus Lettland, Anouk (16) aus Frankreich, Ella (16) aus Rumänien, Aleksandra (16) aus Lettland, Sofija (16) aus Lettland, Sofia (17) aus Rumänien, Giacomo (17) aus Italien, Zoe (18) aus Deutschland und Friederike (18) aus Deutschland.

    Die diesjährige Sommerschule widmet dem Thema: »Goethes Faust-Dichtung. Krisenerfahrungen der Moderne«. Wir erleben ein Zeitalter geopolitischer Verschiebungen und tiefgreifender Krisen mit offenem Ausgang. Die Zeit der Weimarer Klassik um 1800 war ebenfalls eine Zeit des Umbruchs. Die Französische Revolution und der Zerfall jahrhundertealter Ordnung markierten den Beginn der Moderne. Die Literatur der Weimarer Klassik ist Ausdruck und Folge menschlicher Orientierungsbemühungen. Literatur erweist sich dabei als Selbstvergewisserung und als Versuch der Selbststärkung.
    Goethes »Faust«-Dichtung hat menschheitsgeschichtliche Krisenerfahrungen in sich aufgenommen, die Krise des modernen Ich (Tragödie des Wissens) ebenso wie die der Wirtschaft (Inflation und Papiergeld) und die Krise der Ökologie, d. h. des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur. In der Sommerschule lesen wir gemeinsam zentrale Auszüge aus dem »Faust« und kontrastieren sie mit Fragestellungen der eigenen Gegenwart.

    Theresa Funke - Assistentin der JES