Teil der Globensammlung der »Herzogin Anna-Amalia Bibliothek«

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  • 14. März, 2021 — Neu in der GAAB - Tatjana Rech aus Weimar

    Tatjana Rech aus Weimar - Neu in der GAAB

    Mein Name ist Tatjana Rech. Seit vielen Jahren besuche ich Kulturveranstaltungen in Thüringen und speziell auch in Weimar. Nun bin ich zum Jahresbeginn 2021 mit der Intention, an der Weimarer Kulturlandschaft noch aktiver teilhaben zu können, aus Kassel nach Weimar gezogen. Ich bin Pädagogin und Sozialtherapeutin, die sozial und kulturell engagiert ist, war lange Jahre selbstständige Unternehmerin und bin nun für die Lebenshilfe Weimar-Apolda e.V. tätig. Durch zahlreiche Mitgliedschaften und mein Engagement unterstütze ich regionale und landesweite Kunst- und Kulturvereine sowie auch die freie Kulturszene. Hierzu zählen u.a. die Weimarer Kunstgesellschaft Cranach bis Rohlfs e.V., die Stadtmuseen Weimar und Kassel, das ACC Weimar, die freie Bühne stellwerk e.V. Weimar, das Deutsche Historische Museum Berlin, das Bucerius Kunstforum und der Kunstverein Hamburg, die Collezione Peggy Guggenheim/Venice, ArtVanced e.V. und Kunst&Kaviar Kassel, das Documenta Forum Kassel, den Erfurter Kunstverein, die Schirn und das Städel in Frankfurt.

    Ich wurde in eine kulturfördernde und bildungsvermittelnde Handwerkerfamilie hineingeboren und gehöre zur ersten Generation, die studieren konnte. Schon in früher Kindheit durfte ich persönlich erfahren, wie bedeutend Kulturvermittlung und kulturelle Bildung allgemein für die Persönlichkeitsentwicklung sind, und welcher Schatz sich in Büchern, und umso unermesslicher in einer Bibliothek verbirgt. Dieses möchte ich gerne weiter vermitteln und Wege finden und unterstützen, die Kultur, und damit einhergehend den ORT der Bibliothek für ALLE zu öffnen. Durch niedrigschwellige und zunehmend auch inklusiver werdende, vermittelnde Angebote kann die Kulturtechnik des LESENS bzw. der Wissensvermittlung weitergetragen und so auch Menschen mit Handicap der Zugang vereinfacht werden. Zu diesen vermittelnden Angeboten zählen u.a. auch die Umsetzung von LEICHTER SPRACHE und Sehgeschädigten-Leitsystemen. Für diese Barrierefreiheit und Bildungsoffenheit setze ich mich in allen Kulturbereichen aktiv ein.
    Seit Januar 2021 bin ich nun auch Mitglied der Gesellschaft der Anna Amalia Bibliothek, GAAB. Gründe dafür gibt es viele. Der Wunsch nach intensivem Auseinandersetzen mit Kunst-und Kultur(-technik)entwicklung, mein Interesse am Austausch mit gleichgesinnten, kulturinteressierten, weltoffenen Menschen sowie die Teilnahme an Vorträgen, Workshops und Führungen.

    Besonders freue ich mich auf das Durchwandern der Räumlichkeiten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Vieles ist heute schon online und in digitaler Form zugänglich. Doch vor Ort zu sein, das ist etwas Besonderes. Das ganzheitliche Erfassen, Erleben, Wahrnehmen und Spüren der Atmosphäre einer Bibliothek, diese sinnliche Erfahrung, ist durch nichts zu ersetzen. Gerade jetzt zur Zeiten der Pandemie wird das sehr deutlich. Noch stehe ich ganz am Anfang meiner Entdeckungsreise der HAAB und freue mich auf viele gemeinsame, sinn- und erkenntnisreiche Erlebnisse mit der GAAB.

    Tatjana Rech und Maria Socolowsky